Hundesteuer-Rechner
Hundesteuersätze nach PLZ — inkl. Listenhunde-Aufklärung, Steuerbefreiungen und Gemeindevergleich. Daten: Hundesteuersatzungen der Großstädte (geprüft 10/2026), Bund der Steuerzahler (Erhebung 2024) und eigene Schätzungen.
Was kostet ein Hund an Steuern in Deutschland und Österreich?
Die Hundesteuer ist eine Kommunalsteuer — sie wird in Deutschland von jeder Stadt und Gemeinde, in Österreich von Bund und Ländern selbst festgelegt. Das bedeutet: Wer wenige Kilometer weiter wohnt, kann hunderte Euro pro Jahr mehr oder weniger zahlen. Unser Hundesteuer-Rechner deckt 226 Gemeinden ab (176 in Deutschland, 50 in Österreich); die Sätze der 20 größten Städte haben wir im Oktober 2026 gegen ihre Hundesteuersatzung geprüft, 33 weitere stammen aus der Erhebung des Bundes der Steuerzahler 2024, die übrigen sind Schätzwerte.
Du brauchst nur deine Postleitzahl, die Anzahl deiner Hunde und ggf. die Information, ob dein Hund als sogenannter „Listenhund" eingestuft ist. Der Rechner zeigt dir innerhalb von Sekunden den Jahresbetrag, vergleicht mit Nachbargemeinden und nennt mögliche Steuerbefreiungen.
- PLZ-genau: 176 Städte und Gemeinden, davon 20 Großstädte laut Satzung (geprüft 10/2026) und 33 mit Sätzen aus der Erhebung des Bundes der Steuerzahler 2024 – die übrigen sind Schätzwerte und im Ergebnis so markiert.
- Listenhunde-Aufklärung: Welche Rassen wo als gefährlich gelten und welcher Steuersatz dafür greift — bundesweit unterschiedlich geregelt.
- Befreiungen & Ermäßigungen: Blindenführhund, Diensthund, Tierschutz-Adoption — wir zeigen dir, welche Befreiungen es häufig gibt – ob sie bei dir gelten, regelt die Satzung deiner Gemeinde.
- Österreich inklusive: Wien, Linz, Graz, Salzburg und weitere — mit Hundeabgabe nach Bundesland.
Wichtig: Der Rechner liefert Richtwerte. Verbindlich ist immer die aktuelle Hundesteuersatzung deiner Gemeinde. Bei Umzug, neuem Hund oder Listenhund-Einstufung: Innerhalb von zwei Wochen ummelden.
| Position | Jahressatz | Monate | Betrag |
|---|
| Stadt | 1. Hund | 2. Hund* | Kampfhund | Quelle |
|---|
* 2. Hund: bei „Satzung 10/2026“ der Satz laut Satzung (bei Staffel nach Hundezahl: Satz je Hund bei zwei Hunden), sonst Hochrechnung. Kampfhund „kein“: kein erhöhter Satz für Listenhunde.
Hundesteuer richtig anmelden, ummelden und sparen
Sobald dein Hund bei dir einzieht, hast du in Deutschland in der Regel zwei Wochen Zeit für die Anmeldung beim zuständigen Steueramt. In Österreich ist es ähnlich, je nach Bundesland teils 8 Wochen. Wer das verpasst, riskiert ein Bußgeld — und muss die Steuer rückwirkend nachzahlen.
Wann musst du Hundesteuer zahlen?
Steuerpflichtig sind grundsätzlich alle Hundehalter ab Vollendung des 4. Lebensmonats des Hundes. Die Steuer ist eine reine Aufwandsteuer und unabhängig vom Einkommen. Wer mehrere Hunde hält, zahlt für jeden weiteren Hund meist einen erhöhten Satz — den sogenannten „Zweithundezuschlag".
Wann kannst du eine Befreiung beantragen?
Eine vollständige oder teilweise Befreiung sehen viele Satzungen vor für:
- Blindenführhunde, Assistenz- und Therapiehunde (mit Nachweis durch ärztliches Attest oder Zertifikat)
- Diensthunde von Polizei, Bundeswehr, Zoll und Rettungsdiensten
- Hütehunde in der gewerblichen Schafhaltung
- Hunde aus dem Tierschutz — viele Gemeinden gewähren ein bis drei Jahre Steuererlass nach Adoption aus dem Tierheim
- Empfänger von Sozialleistungen (Bürgergeld, Grundsicherung) — auf Antrag, nicht überall
Listenhunde: Was steckt dahinter?
Sogenannte „Listenhunde" oder „Kampfhunde" werden in Deutschland uneinheitlich von den Bundesländern und Kommunen definiert. Typische Rassen auf den Listen sind American Staffordshire Terrier, Pit Bull, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier sowie deren Kreuzungen. Für Listenhunde verlangen viele Städte einen massiv erhöhten Steuersatz — teils das Sechs- bis Zehnfache des Normalsatzes. Wer einen Wesenstest besteht, kann in einigen Bundesländern die Listenhund-Einstufung loswerden und somit nur den regulären Tarif zahlen.
Hundesteuer absetzen: Geht das?
Privat gehaltene Hunde fallen nicht unter steuerlich abzugsfähige Aufwendungen. Eine Ausnahme bilden nachweislich beruflich genutzte Hunde (Wachhund im eigenen Betrieb, Therapiehund einer angestellten Therapeutin) — hier ist ein Werbungskostenabzug anteilig möglich. Im Zweifel die Steuerberatung deines Vertrauens fragen.
Umzug, Abmeldung, Halterwechsel
Bei einem Umzug muss der Hund in der neuen Gemeinde innerhalb der gesetzlichen Frist neu angemeldet und in der alten abgemeldet werden. Der gleiche Vorgang gilt bei Abgabe, Verkauf oder beim Tod des Hundes. Bei Tod beachten: Die Steuer wird in der Regel anteilig zurückerstattet — viele Gemeinden machen das aber nur auf schriftlichen Antrag.
Häufige Fragen zur Hundesteuer
Wie hoch ist die Hundesteuer in Deutschland im Durchschnitt?
In den 53 Städten unseres Rechners mit belegtem Satz (Satzung oder Erhebung des Bundes der Steuerzahler 2024) liegt der Satz für den ersten Hund im Schnitt bei 117 Euro pro Jahr – von 24 Euro (Winsen/Luhe) bis 186 Euro (Mainz). München verlangt 100 Euro, Hamburg 90, Berlin 120, Köln 174. Günstige Gemeinden in Bayern, Sachsen oder Brandenburg verlangen teils nur 30–60 Euro. Genaue Werte zeigt unser Rechner für deine PLZ.
Muss ich für jeden zusätzlichen Hund mehr zahlen?
Oft ja, aber nicht überall. Beispiel Berlin: 120 Euro für den ersten, 180 Euro für jeden weiteren Hund. München, Hamburg, Köln, Frankfurt, Leipzig und Bremen verlangen dagegen für jeden Hund denselben Satz. In einigen NRW-Städten wie Dortmund, Essen oder Düsseldorf richtet sich der Satz nach der Zahl der Hunde und gilt dann für jeden Hund: Wer zwei Hunde hält, zahlt für beide den höheren Satz.
Sind Welpen steuerpflichtig?
In den meisten Gemeinden erst ab dem vollendeten 3. oder 4. Lebensmonat. Ab dann hast du in der Regel zwei Wochen Anmeldefrist. Vorher: anmeldefrei.
Wann gilt mein Hund als Listenhund?
Listenhunde werden vom jeweiligen Bundesland definiert (Hundeverordnung) und teils von der Kommune zusätzlich erweitert. Typisch betroffen: American Staffordshire Terrier, Pit Bull, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier sowie deren Kreuzungen. In Bayern, NRW, Niedersachsen und Brandenburg gibt es klare Listen — anderswo wird im Einzelfall geprüft.
Wie kann ich die Listenhund-Einstufung loswerden?
In den meisten Bundesländern durch einen bestandenen Wesenstest. Die Hunde werden dabei von einem amtlich anerkannten Sachverständigen auf Aggressionsverhalten und Sozialverhalten geprüft. Bei Bestehen entfällt häufig die erhöhte Steuer und es gilt der Normaltarif. Die Hund-Steuer-Listenhund-Status wird dann auf Antrag rückwirkend bzw. ab Bestehensdatum auf Normalstatus umgestellt.
Bekomme ich Geld zurück, wenn mein Hund stirbt?
Ja, in der Regel anteilig für die verbleibenden Monate des Steuerjahres. Den Antrag musst du selbst stellen — die wenigsten Kommunen erstatten automatisch. Beleg: Bestätigung von Tierarzt oder Tierkörperbeseitigung.
Gibt es eine Hundesteuer in Österreich?
Ja, sie heißt dort offiziell „Hundeabgabe" und wird vom jeweiligen Bundesland bzw. von der Stadt erhoben. Wien verlangt aktuell 72 Euro pro Jahr für den ersten Hund (Stand 2024), Listenhunde zahlen mehr. Andere Bundesländer staffeln nach Gemeindegröße.
Kann ich die Hundesteuer von der Steuer absetzen?
Nicht bei rein privater Hundehaltung. Beruflich oder gewerblich genutzte Hunde (Wachhund, Diensthund, Therapiehund einer Selbstständigen) können anteilig als Werbungskosten oder Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Empfehlung: Steuerberatung fragen, wenn unklar.
Was passiert, wenn ich meinen Hund nicht anmelde?
Ein Bußgeld (die Höhe regelt das Kommunalabgabengesetz deines Landes) plus Steuernachzahlung rückwirkend. Bei Listenhunden teils noch deutlich höher. Kommunen prüfen verstärkt durch Stichproben und Hinweise aus der Nachbarschaft.
Woher stammen die Daten in eurem Rechner?
Aus der jährlichen Erhebung des Bund der Steuerzahler (BdSt) — der größten verfügbaren Sammlung kommunaler Hundesteuersätze in Deutschland. Stand: Erhebung 2024. Plus eigene Recherche für Österreich. Verbindlich ist immer die aktuelle Satzung deiner Gemeinde.

